Glossar

Wohnungsgeberbescheinigung

Wohnungsgeber sind seit der Novellierung des Bundesmeldegesetzes wieder dazu verpflichtet, dem Wohnungsnehmer innerhalb von zwei Wochen ab dem Tag des Einzuges eine Wohnungsgeberbescheinigung auszustellen. Diese wird zur Anmeldung bei der Meldebehörde benötigt.

Kommt der Wohnungsgeber dieser Pflicht nicht nach, nehmen Meldebehörden eine Anzeige entgegen und können das Verhängen eines Bußgeldes in die Wege leiten. 

Zieht der Wohnungsnehmer wieder aus, ohne eine neue Wohnung in Deutschland zu beziehen, ist er verpflichtet, sich abzumelden. Eine Abmeldepflicht bei einem Umzug innerhalb Deutschlands exisitert nicht.

Auch für eine Abmeldung benötigt der Wohnungsnehmer eine Bescheinigung vom Wohnungsgeber. Letzterer ist in diesem Fall verpflichtet, diese Bescheinigung innerhalb von zwei Wochen ab dem Tag des Auszuges auszustellen. Nötige Angaben einer Wohnungsgeberbescheinigung:

  • Name und Anschrift des Wohnungsgebers,
  • Einzugs- oder Auszugsdatum,
  • Anschrift der Wohnung,
  • Name/n der meldepflichtigen Person/en.

Ein Wohnungsgeber hat nicht nur eine Auskunftspflicht, er hat auch ein Auskunftsrecht. So kann er von der Meldebehörde die Auskunft erhalten, ob sich Bewohner an- oder abgemeldet haben. Legt er er ein berechtigtes Interesse vor, gibt das Meldeamt Auskunft über alle in der Wohnung gemeldeten Personen.

Die Pflicht einer Wohnungsgeberbescheinigung, vormals Vermieterbescheinigung genannt, wurde 2004 als bürokratische Hürde abgeschafft. Mit der Neufassung des Bundesmeldegesetzes ab November 2015 wurde sie jedoch wieder eingeführt, um Scheinanmeldungen und illegalen Untervermietungen entgegenzuwirken.

 

 

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